Die Geschichte des Judos

 
Jigoro Kano war der Begründer der Kampfsportart Judo ( Der safte Weg). Er wurde am 28. Oktober 1860 in Mikage, einem Dorf nahe Kioto, geboren. Er studierte später an der Kaiserlichen Universität in Tokio. Kano erlangte Promotionen in den Gebieten Philosophie und Politikwissen-schaften. Im Alter von 18 Jahren beschloss Kono Jujutsu zu erlernen. Nach seiner Ausbildung durch mehrere Meister gründete er im Jahre 1882 eine eigene Schule und nannte die Disziplin Judo (Der Safte Weg).
Seine Schule trug den Namen Kodokan und vertrat die Maxime der „Maximalen Effektivität, gegenseitigen Achtung und Wohlergehen“. Kano entzog Jujutsu die gefährlichen Aspekte wie Fußtritte und Faustschläge.
Es entstand die Kunst des Judo. Es wurde ein starker erzieherischer Aspekt beigemischt. Körper und Seele sollten gleichermaßen geschult werden.
Die von Jigoro Kano aufgestellten moralischen Prinzipien unterschieden sich grundlegend von den bisherigen Kampfsportkünsten. So war es bisher das Ziel, einen "Gegner" nach Möglichkeit kampfunfähig zu machen. Nun standen neben der eigenen körperlichen und geistigen Vervollkommnung das Wohl des Partners im Vordergrund. Das Prinzip vom gegenseitigen Helfen und Verstehen regelt noch heute das Verhalten der Judoka auf der Matte.

Der Judo-Sport verfolgt vier Hauptziele:
1. Verbesserung von Motorik, Körperfunktion, Muskel- und Organkraft
2. Schaffung eines von strengen Regeln kontrollierten Wettkampfsystems, in dem sich Sportler messen und vergleichen können
3. Verbesserung der geistigen Fähigkeiten sowie Ausbildung von Charakter- und Persönlichkeitsmerkmalen.
4. Aufbau sozial-integrativer Verhaltensformen unter Ausnutzung natürlicher Bewegungsfreude
Die Kraft soll so eingesetzt werden, dass ihre Verschwendung ausgeschlossen bleibt. Nachgeben und die Übernahme der Kraft des Gegners wird ein wirksames und geschmeidiges Mittel zum Erfolg.
 Tus Holtriem